Die Göttin Ceres
Ceres - Göttin der römischen Mythologie
Ceres ist die Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, des Wachstums, der Ehe. Sie ist das Äquivalent zur griechischen Demeter. In Rom stand auf dem Aventin der Tempel der Ceres (der gleichzeitig der Tempel von Liber und Libera war). Sie ist die Tochter von Saturn und Ops (und Schwester von Vesta), und gebar die Proserpina.
Ceres bei Moritz
Ceres
Mit ihr, der alles befruchtenden und alles ernährenden Göttin, die vom Saturnus erzeugt und aus dem Schoß der Rhea geboren ward, erzeugte Jupiter die jungfräuliche Proserpina, die, vom Pluto entführt, in der Unterwelt die Königin der Schatten ward.
Pluto und Proserpina sind also unter den neuen Göttern die Beherrscher des Orkus oder der Schattenwelt. – Der Tartarus ist eine der größten Erscheinungen aus dem Zeitraume der alten Götter; er ist, tief unter dem Orkus, mit eherner Mauer umgeben und dreifacher Nacht umgossen, der Aufenthalt der Titanen, die ewiges Dunkel gefangenhält.
Diese sind nun besiegt, und Jupiter, Neptun und Pluto haben sich in die Herrschaft über Erde, Meer und Luft geteilt. – Das Chaos hat sich gebildet, die Elemente haben sich gesondert, aber des Himmels Glanz umgibt den herrschenden Jupiter.
Aus Karl Philipp Moritz - Götterlehre
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