Gnidus - Wohnplatz
Gnidus / Knidos - Wohnstätte der Götter
Knidos (lat. Gnidus), Hauptstadt des Dorischen Bundes in Kleinasien, beim Vorgebirge Triopion (Kap Krio) in Karien, Hauptsitz des Kultus der Aphrodite, deren von Praxiteles verfertigte Statue sich dort befand (s. Knidia). Auch feierte man daselbst gemeinschaftlich mit Rhodos, Kos und Halikarnassos die Kampfspiele des triopischen Apollon. Die Stadt hatte zwei Häfen und stand lange Zeit in hoher Blüte. Hier 394 v. Chr. die Seeschlacht zwischen den Athenern und Persern unter Konon und den Spartanern unter Pisander, worin erstere siegten.
Knidia, Beiname der Aphrodite nach der Stadt Knidos in Karien, für welche Praxiteles die berühmte Bildsäule der nackten Göttin verfertigt hatte, von der sich noch Nachbildungen in Rom und München befinden, während das Urbild im 5. Jahrh. n. Chr. zu Konstantinopel bei einem Brand untergegangen sein soll.
Meyers Konversations-Lexikon, 3. Auflage von 1878
Gnidus bei Moritz
Gnidus - Nach Gnidus wallfahrtete man aus den entferntesten Ländern, um in der Venus des Praxiteles die in alle Wesen Liebe einhauchende Gottheit zu verehren, welche, durch die bildende Kunst in menschlicher Gestalt dem Auge sichtbar gemacht, in einem offenen Tempel, dem Blick der Sterblichen enthüllet, dastand und die Bewunderung aller Völker auf sich zog.
Aus Karl Philipp Moritz - Götterlehre
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