Die Göttin Hekate
Hekate - griechische Göttin
Hekate war eine chtonische (unterirdisch wohnend) Göttin der Griechen. Man nannte sie auch die dreigestaltige (nach drei Seiten blickende Gesichter) Unterwelts-, Nacht- und Mondgöttin. Hekate war die Göttin der Zauberei und des Spukwesens (später als Göttin der Hexen verehrt), der Jugend, der Wege (bes. der Scheidewege), der Tore und Türen.
Hekate war die Tochter des Titanen Perses und der Asteria und ist Mutter der Medeia.
Sie wird manchmal mit Artemis, Selene, Enoida und Persephone gleichgesetzt. Der Hund gilt als das heilige Tier der Hekate. In der Umgebung der Hekate halten sich die Lamien und die Empusa auf.
Hekate bei Moritz
Der Titane Cöus erzeugte mit der Phöbe, einer Tochter des Himmels, außer der Latona auch die Asteria. Diese vermählte sich mit dem Perses, einem Sohne des Titanen Krius, und gebar ihm die Hekate, welche, obgleich aus dem Geschlechte der Titanen entsprossen, vom Jupiter vorzüglich geehrt wurde.
Denn sie gehört zu den nächtlichen geheimnisvollen Wesen, deren Macht sich weit erstreckt. Sie ist zugleich eine Art von Schicksalsgöttin, in deren Händen das Los der Menschen steht; sie teilt nach Gefallen Sieg und Ruhm aus; sie herrscht über Erde, Meer und Lüfte; den neugebornen Kindern gibt sie Wachstum und Gedeihen, und alle verborgenen Zauberkräfte stehen ihr zu Gebote.
Auch diese alte, geheimnisvolle Gottheit läßt die Phantasie in der Gestalt der nächtlich leuchtenden Diana sich verjüngen und mit dieser gleichsam neu wieder geboren werden. – Die neue Gottheit, worauf Gedanken und Einbildung einmal haftet, zieht das Ähnliche und Verwandte in sich hinüber und überformt es in sich.
Aus Karl Philipp Moritz - Götterlehre
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