Kalydonische Jagd
Kalydonische Jagd - Beteiligte
Kalydonische Jagd - Iason, Kastor und Pollux, Idas und Lynceus, Peleus, Telamon, Admetus, Pirithous und Theseus, Brüder der Althäa, Atalante (s. Atalante">
Kalydonische Jagd
Die Kalydonische Jagd - Bei der Jagd des Kalydonischen Ebers versammelten sich zum Teil die Helden wieder, die auf der Fahrt nach Kolchis manche Gefahr zusammen überstanden hatten. Die berühmtesten von den Argonauten, welche mit dem Meleager (s. Meleager), dem Sohn des Öneus, gegen das Ungeheuer kämpften, waren
Iason,
Kastor und Pollux,
Idas und Lynceus,
Peleus,
Telamon,
Admetus,
Pirithous und Theseus.
Zu diesem glänzenden Haufen gesellten sich die Brüder der Althäa, der Vermählten des Öneus, einer Tochter des Thestius, der in Pleuron herrschte, und Atalante, die Tochter des Schöneus, eines arkadischen Fürsten, die gleich der Diana selber die Jagd liebte und sich dem jungfräulichen Stande gewidmet hatte.
Atalante verwundete zuerst mit ihrem Pfeil den Eber, und nun erlegte Meleager das Ungeheuer, hieb ihm den Kopf ab und überreichte ihn der Atalante als der Siegerin, die den Preis in diesem Kampfe davongetragen hatte. Die Söhne des Thestius, Brüder der Althäa, der Mutter des Meleager, machten den Preis der Atalante streitig; und nun erregte Diana, die ihrem Zorn noch keine Grenzen setzte, zwischen dem Meleager und den Söhnen des Thestius einen Streit, der zu einem blutigen Kriege wurde und dieser Begebenheit einen tragischen Ausgang gab.
Meleager tötete im Gefecht seiner Mutter Brüder. Als diese nun die Leichname der Erschlagenen erblickte, schwur sie, den Tod der Brüder an ihrem eigenen Sohne zu rächen. Die Parzen hatten nämlich bei der Geburt des Meleager ein Scheit Holz nah an die Flamme auf dem Herd gelegt, mit dem Bedeuten, daß der Althäa Sohn so lange leben würde, als die Flamme nicht dies Holz verzehrte.
Althäa hatte wie ein köstliches Kleinod bis jetzt dies Scheit Holz aufbewahrt, nun warf sie es in die lichte Flamme, mit lauten Verwünschungen gegen ihren Sohn, der plötzlich von verzehrender Glut sein Inneres ausgetrocknet, seine Gebeine zermalmet fühlte und unter zuckender Qual verschied. Kaum aber vernahm Althäa die schreckliche Wirkung von dem, was sie getan, so gab sie aus Reue und Verzweiflung sich selbst den Tod.
Aus Karl Philipp Moritz - Götterlehre
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